Ausbildung zum Schornsteinfeger / zur Schornsteinfegerin


Berufsschulunterricht für Auszubildende

Der Unterricht erfolgt meistens in Berufsschulen, aber auch in zentralen Schulungsstätten des Handwerks. Er wird durch Fachkräfte der Berufsschulen erteilt, die z. T. auch Berufsangehörige sind. Dazu werden die Auszubildenden aus größeren Regionen zusammengezogen (ca. 480 Stunden/Lehrjahr).

 
Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

Zur Vervollständigung und Intensivierung der Ausbildung in den Betrieben werden die Auszubildenden in beruflichen Schulungsstätten überbetrieblich unterrichtet ( 2 Wochen im 1. Ausbildungsjahr, 3 Wochen 2.+ 3. Ausbildungsjahr).

Ausbildungsstätten/Schulen

Die Ausbildungsstätten im Schornsteinfegerhandwerk sind unterschiedlich strukturiert und den jeweiligen regionalen Bedürfnissen angepasst. Sie reichen von der Schulungsstätte der Innungen bis zu zentralen Landes-Schulungen mit beruflichen Schulungsträgern. Die Ausstattung richtet sich nach dem jeweiligen Schulungsauftrag. Teilweise sind die Schulungsstätten mit Übernachtungsmöglichkeiten (Internate) ausgestattet, um in den Flächenländern den Blockunterricht zu ermöglichen und weite Wege zu vermeiden.

Die Meisterprüfung kann heute umgehend nach der Gesellenprüfung abgelegt werden, mit gleichzeitiger Ausbildung zum Gebäude-Energieberater im Handwerk

Vorbereitung auf die Meisterprüfung                       

Die Vorbereitung auf die Meisterprüfung wird in beruflichen Ausbildungsstätten durchgeführt. Die fachpraktischen und fachtheoretischen Kenntnisse werden in 800 Stunden vermittelt. Die wirtschaftlich-rechtlichen Kenntnisse werden in 220 Stunden und die berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse in 120 Stunden vermittelt. Die Vermittlung erfolgt entweder zusammenhängend oder in Teilabschnitten.

3. Arbeitsgebiet:
Das Arbeitsgebiet des Schornsteinfeger / der Schornsteinfegerin beinhaltet vier Arbeitsbereiche:

  • Brandverhütung
  • Sicherheit
  • Umweltschutz
  • Beratung

Neben dem Reinigen, Kehren und Überprüfen von Feuerstätten, Gasgeräten, Verbindungsstücken, Abgasanlagen und Lüftungsanlagen gehören auch das Messen und Überprüfen von Emissionen und Immessionen im Hinblick auf Umwelt- und Klimaschutz sowie auf rationelle Energieverwendung dazu.

4. Berufliche Fähigkeiten:
Schornsteinfeger und Schornsteinfegerinnen sind durch Ihre Berufsausbildung qualifiziert, nachstehende Tätigkeiten selbsständig und unter Beachtung der Qualitätssicherung sowie der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz auszuführen.

  • Umgang mit Werkzeugen, Meß- und Prüfgeräten,
  • Prüfen der Funktion sowie der Betriebs- und Brandsicherheit von technischen Anlagen und Einrichtungen von Heizräumen, Anlagen und Räumen zur Brennstofflagerung und -versorgung,
  • Erarbeitung von Vorschlägen zur Behebung von Gefahren und Funktionsstörungen,
  • Prüfen von technischen Anlagen und Einrichtungen in Hinblick auf Energieeinsparung und Umweltschutz, Auswerten, Beurteilen und Dokumentieren der Ergebnisse,
  • Feststellen von Mängeln und Funktionsstörungen, Beurteilen und Dokumentieren sowie eigenverantwortliches Einleiten von Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr für Mensch und Umwelt,
  • Kehren, Reinigen und Überprüfen von Feuerungsanlagen, Lüftungsanlagen und ähnlichen Einrichtungen unter Berücksichtigung von Sicherheits- und Schutzvorschriften,
  • Dokumentieren der " SOLL - IST" Zuständevon technischen Anlagen und Einrichtungen,
  • Beratungen von Kunden in feuerungs-, umwelt- und klimatechnischen Fragen unter Beachtung der Wettbewerbsneutralität.

Weiterbildung von Schornsteinfegergesellen und Meistern

Zur Festigung der Kenntnisse und Anpassung an die Entwicklung im Schornsteinfegerhandwerk werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult. Die Schulungen erfolgen z. T. auf Landesebene, so wie in Schulungsstätten der Innungen. Siehe www.schornsteinfegerschule.de

 
Weiterbildung von Bezirksschornsteinfegermeistern

Die Weiterbildung der Bezirksschornsteinfegermeister geht weitgehend von den Innungen aus, diese werden hierbei von den Landesinnungsverbänden unterstützt. Ebenfalls nehmen diese an den vorgenannten Weiterbildungsmaßnahmen rege teil.

 
Weiterbildung von Ehrenamtsträgern/Multiplikatoren

Im Rahmen spezieller Arbeitstagungen auf Bundes- und Landesebene erarbeiten die Ehrenamtsträger und Multiplikatoren den erforderlichen Kenntnisstand zur Durchführung ihrer Aufgaben.
Unterstützt durch den Bundesverband werden in den Ländern und Innungen die bestehenden Schulungsstätten dem jeweiligen Stand der Technik und den Aufgaben des Schornsteinfegerhandwerks angepasst. Soweit erforderlich werden weitere Schulungsstätten geplant und errichtet. Der Schwerpunkt dieser Aktivitäten liegt z. Zt. in den neuen Bundesländern. Im gleichen Umfang werden die Lehrkräfte auf die jeweilige Situation eingestellt und auch durch neue Kräfte ersetzt / ergänzt.

 
Ausbildungsstätten/Schulen

Die Ausbildungsstätten im Schornsteinfegerhandwerk sind unterschiedlich strukturiert und den jeweiligen regionalen Bedürfnissen angepasst. Sie reichen von der Schulungsstätte der Innungen bis zu zentralen Landes-Schulungen mit beruflichen Schulungsträgern. Die Ausstattung richtet sich nach dem jeweiligen Schulungsauftrag. Teilweise sind die Schulungsstätten mit Übernachtungsmöglichkeiten (Internaten) ausgestattet, um in den Flächenländern den Blockunterricht zu ermöglichen und weite Wege zu vermeiden.

 
Berufliche Ordnungsmittel

Die Verordnung über die Berufsausbildung zum Schornsteinfeger / zur Schornsteinfegerin wurde neu erstellt und trat mit dem Ausbildungsrahmenplan, dem Rahmenlehrplan für die Berufsschule und den Rahmenlehrplänen für die überbetriebliche Unterweisung am 1. August 1997 in Kraft. Die Schornsteinfegermeisterverordnung wird zur Zeit in Hinsicht auf die veränderten Anforderungen überarbeitet.

 5. Besondere Anforderungen:
Das Aufgabengebiet der Schornsteinfeger / der Schornsteinfegerin ist durch ein Bundesgesetz (Schornsteinfegerhandwerksgesetz) geregelt. Sie erfüllen ihre Aufgaben im öffentlichen Interesse, unter Wahrung der Neutralität. Die Anwendung von Kenntnissen und Vorschriften des Baurechts und des Brandschutzes sowie des Umweltschutzes, des Klimaschutzes und der rationalen Energieverwendung sind dabei von herausragender Bedeutung

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